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Landmaschinen sind mechanisch angetriebene Geräte, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Man unterscheidet zwischen Zugmaschinen und Anbaumaschinen. In Kombination aus Zug- und Anbaumaschine sind heute praktisch alle Bereiche des Agrarwesens durch Maschinen unterstützbar.

Geschichte

Die ersten Landmaschinen waren mechanische Mühlen oder Dreschmaschinen. Sie wurden mit Muskel-, Wind- oder Wasserkraft angetrieben. Ab Mitte dem 19. Jahrhundert kamen die ersten Dampf betriebenen Mühlen und Dreschmaschinen auf den Markt. Das erleichterte die Arbeit bereits erheblich. Zwar traten gegen Ende des 19.Jahrhunderts auch die ersten dampfbetriebenen Mähdrescher in Erscheinung. Der echte Durchbruch in der mechanisierten Landwirtschaft kam jedoch erst mit dem Verbrennungsmotor. Das Grunddesign der Landmaschine war bereits in den späten 1910er Jahren fest gelegt: Eine Zugmaschine, genannt “Traktor” (von lat. “Trahere” = Ziehen) wird über Kraftkupplungen mit einem Anbaugerät verbunden. Die mechanische Bewegung der Anbaumaschine bekommt bis heute ihre Kraft direkt oder indirekt über die Motorleistung der Zugmaschine. Die ersten Zugfahrzeug-Anbaumaschinen-Kombinationen verwendeten noch unstandartisierte Treibriemen-Verbindungen oder Direktgetriebe, beispielsweise über Kardanwellen oder Stirnräder. Mit dem wachsenden Markt und Herstellern für Landmaschinen aller Art setzte sich aber schnell ein bis heute verwendetes Verbindungselement durch: Die Zapfwelle.

Zapfwelle

Die Zapfwelle ist das zentrale Verbindungsglied zwischen dem Antriebsmotor der Zugmaschine und dem Anbauwerkzeug. Alle Hersteller von Zugmaschinen und Anbaumaschinen verwenden den gleichen Kupplungstyp, so dass die Landmaschine von heute beliebig kombinierbar und konfigurierbar ist. Zapfwellen laufen zudem in einer konstanten Drehzahl, bzw. haben nur wenige, ebenfalls standardisierte Getriebestufen. Üblicherweise wird die Anbaumaschine über eine Kardanwelle mit der Zapfwelle des Traktors verbunden. Die Anbaumaschine wandelt die Drehbewegung der Zapfwelle in eine Vielzahl weiterer Bewegungen um, je nachdem was gerade für die Bodenbearbeitung gebraucht wird.

Konfiguration

Zapfwellen sind bei jedem Traktor grundsätzlich am Heck zu finden. Darüber hinaus haben viele Traktoren, insbesondere die größeren Versionen ab 50 PS, eine Zapfwelle an der Front. Sie ist schwächer ausgelegt als die Heckzapfwelle, kann aber ebenfalls eine Vielzahl an Anbaugeräten bedienen. Darüber hinaus gibt es bei einigen Traktormodellen auch eine “Wegezapfwelle”. Diese ist seitlich angebracht. Die Zapfwelle wurde in den letzten Generationen der Landmaschine noch durch hydraulische und elektrische Anschlüsse ergänzt. Die modernen Großtraktoren können damit die Anbaugeräte mit jeder beliebigen Energieform versorgen. Das macht die Landmaschine von heute extrem leistungsstark und vielseitig. Traktoren haben zudem ein Fronthubwerk. An dem Hubwerk lassen sich Heugabeln, Schaufeln und eine Vielzahl weiterer Geräte anbringen.

Führerschein

Grundsätzlich ist es so, dass auf einem privaten Gelände kein Führerschein benötigt wird, um einen Mähdrescher oder andere landwirtschaftliche Fahrzeuge zu steuern. Allerdings müssen diese Fahrzeuge auch auf dieses Gelände gebracht oder von diesem heruntergebracht werden. Sobald die Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsnetz unterwegs sind, auch auf kleinen Straßen, ist ein entsprechender Führerschein die Voraussetzung. Die Führerscheinklassen T und L sind daher für Arbeiter in einem Forst- oder Landwirtschaftlichen Betrieb besonders wichtig.

Autonomes Fahren

Die Antwort ist in den Umgebungsvariablen zu finden. Ein normales Auto muss sich nicht nur mit den anderen Autos auf der Straße auseinandersetzen, sondern auch noch Faktoren wie Radfahrer, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer und Hindernisse beachten. Ein Mähdrescher hingegen beackert eine festgelegte Feldfläche mit klarem Rand, welche von keinem anderen Menschen oder Fahrzeug befahren wird. Dank moderner Ortungslösungen kann das Gerät somit automatisch das gewünschte Feld abarbeiten. Für die Fahrt vom oder zum Einsatzort ist diese Technik allerdings noch nicht möglich. Hier muss das Fahrzeug ganz normal von Hand gesteuert werden.

Anbaugeräte

Anbaumaschinen für Traktoren sind heute in einer großen Auswahl verfügbar. Die meisten sind für die Bodenbearbeitung und die Verarbeitung von Feldfrüchten ausgelegt. Darüber hinaus gibt es auch Anbaumaschinen für Traktoren, die sie zu einem vollwertigen Baufahrzeug machen. Typische Anbaugeräte für Traktoren sind diese:

  • Pflüge
  • Zettwender
  • Mähbalken
  • Sprüher
  • Transport- und Gülleanhänger
  • Erntemaschinen

Neue Generationen

Der Mähdrescher ist schon viele Jahre lang als hoch spezialisierte aber nur stark saisonal einsetzbare Landmaschine im Einsatz. Eine Abwandlung des Mähdreschers ist der Vollernter, der in der Weinlese eingesetzt wird. Im Zuge der immer größeren Felder und der immer leistungsstärkeren Maschinen, gibt es heute einen Gegentrend zu den multifunktionellen Traktor-Anbaumaschine-Kombinationen. Heute treten immer mehr Landmaschinen auf den Plan, die nur sehr wenige Einzelaufgaben erledigen können, diese aber in einer wesentlich höheren Effizienz leisten, als es Traktoren können. Die Bandbreite reicht von extrem leistungsstarken Mähdreschern bis zu Silagemaschinen, Sprühmaschinen und viele Typen der Landmaschine mehr.

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