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Baumaschinen

Die Baumaschine ist ein motorisch angetriebenes Gerät zur Erleichterung von Bautätigkeiten. Man unterscheidet zwischen Baufahrzeugen und Bauwerkzeugen. Baufahrzeuge sind mit einer Fahrerkabine ausgestattet. Bei Bauwerkzeugen steht der Bediener neben dem Gerät. Je nach Größe der Baumaschine kann ein und dieselbe Maschinengruppe als Bauwerkzeug oder als Baufahrzeug ausgelegt sein. Ein Beispiel dafür sind Walzen: Kleine Walzen sind als Mitlauf-Maschine konzipiert, große Walzen sind typische Baufahrzeuge im Tiefbau.

Geschichte

Die ersten Baumaschinen kamen in der Antike auf. Muskel betriebene Kräne halfen dabei, die beeindruckenden Bauten der Griechen, Ägypter und Römer zu errichten. Mit der Dampfkraft Mitte des 19. Jahrhunderts wurden wesentlich leistungsstärkere Baumaschinen möglich. Die ersten Baufahrzeuge waren dem entsprechend auch die Dampfwalzen, die im Straßen- und Tiefbau eine enorme Erleichterung waren. Mit dem Aufkommen der Dieselmotoren und neuer Technologien wie Hydraulik und Pneumatik erlebte die Entwicklung der Baumaschine einen enormen Vorschub.

Hochbau / Tiefbau

Tiefbau

Typische Baumaschinen für den Tiefbau sind:

  • Bagger
  • Raupen
  • Walzen
  • Muldenkipper

Sie dienen zum Einebnen von Untergründen, Abtragen von Abraum, Verdichten des Bodens oder zum Umschichten von Erdreich. Ihr Einsatzgebiet ist die Gründung von Gebäuden oder der Bau von Straßen und Parkplätzen.

Hochbau

Typische Baumaschinen für den Hochbau sind:

  • Kräne
  • Betonpumpen
  • Elektrische und elektropneumatische Bauwerkzeuge

Kräne dienen zum Versetzen von Lasten über die gesamte Bauphase hinweg. Sie sind entweder bereits hoch genug aufgebaut, um das Gebäude über die gesamte Bauphase zu betreuen. Alternativ sind sie so konstruiert, dass sie mit dem Gebäude mitwachsen.

Einsatzbereiche

Baumaschinen sind in allen Bereichen vom Hoch- und Tiefbau im Einsatz. Baufahrzeuge wie Bagger, Raupen, Walzen oder Kipper haben heute noch vorwiegend einen Dieselmotor als Antrieb. Aufgrund immer schärferer Abgasbestimmungen werden die Dieselmaschinen aber allmählich durch Gas betriebene Antriebe oder sogar Elektroantriebe verdrängt. Heute sind schon elektrisch betriebene Baufahrzeuge in erstaunlichen Größen verfügbar. Kleinere Maschinen wie elektrische Handwerkzeuge haben meistens einen leistungsstarken Elektromotor. Durch hoch entwickelte elektropneumatische Antriebe können sie für eine Vielzahl an Aufgaben eingesetzt werden. Das typischste elektropneumatische Handgerät ist der Bohrhammer. Diese Baumaschine wird zum Setzen von Löchern oder Stemmen von Schlitzen und Durchbrüchen verwendet. Bei mittelgroßen Maschinen zum Mitlaufen sind bis heute Dieselmotoren weit verbreitet. Jedoch auch die Rüttelplatten, Walzen, Presslufthämmer und Stampfer werden von den Herstellern allmählich auf Elektroantrieb umgestellt. Das entlastet auch die Bauarbeiter, die schließlich in unmittelbarer Nähe zu den Abgasen arbeiten müssen.

Gesetzliche Vorschriften

Für den privaten Gebrauch ist der Erwerb eines Baumaschinen-Führerscheins nicht verpflichtend, jedoch dringend empfohlen. Auch der kleinste Minibagger kann bei falscher Handhabung nicht nur großen Schaden anrichten, sondern auch tödliche Verletzungen verursachen. Im gewerblichen Einsatz ist der Besitz eines Baumaschinen-Führerscheins hingegen zwingend erforderlich. Dieser lässt sich binnen zwei Tagen bei jeder anerkannten Prüfstelle erwerben. Der Besitz einer Fahrerlaubnis für Baumaschinen erleichtert die Jobsuche heute erheblich. Darüber hinaus ist es für einen Baufahrzeugführer immer erforderlich, sich genau in die aktuelle Maschine einweisen zu lassen. Neben der Bedienung der Kinematik der Maschine ist auch das Erlernen der täglichen Wartungsarbeiten, wie beispielsweise die Kontrolle des Ölstands, für den Baumaschinenführer verpflichtend.

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