Säulenbohrmaschinen / Tischbohrmaschinen

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Tischbohrmaschine

Bei einer Säulenbohrmaschine wird die Bohrmaschine fest installiert. Das gesamte Gerät besteht aus einem Fuß, der Säule, einem verstellbaren Bohrtisch und der sogenannten Bohrspindel. Eine ähnliche Bezeichnung für Säulenbohrmaschine ist Tischbohrmaschine. Unter dieser Bezeichnung werden diese Bohrmaschinen vor allem im handwerklichen und Hobby-Bereich angeboten. In einem Aspekt unterscheiden sich Tischbohrmaschinen von Säulenbohrmaschinen. Sie haben keinen schweren Fuß, sondern einen Tisch zur Installation der Bohrmaschine. Eine Säulenbohrmaschine ist in der Regel nicht mobil. Dagegen ist die Tischbohrmaschine so dimensioniert, dass sie an wechselnden Einsatzorten zur Anwendung gebracht werden kann.

Geschichte

Das Prinzip der Säulenbohrmaschine geht zurück bis in die Zeit der Industrialisierung. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts waren dieser Geräte weit verbreitet, um in der Produktion verschiedene Materialien wie Metalle, Kunststoff oder Holz zu zerspanen. NC-Maschinen haben sollen Bohrmaschinen im industriellen Bereich heute fast verdrängt. Sie werden aber noch zur Herstellung von Einzelteilen und in der Ausbildung eingesetzt. Dagegen hat die Tischbohrmaschine im handwerklichen Bereich noch einen festen Platz im Präzisionshandwerk.

Arten

Säulenbohrmaschinen können sich nach der Art ihres Antriebs unterscheiden. Hier kommen Riemengetriebe und stufenlose Antriebe in Betracht. Die Basis bildet dabei entweder ein CVT-Getriebe oder ein geregelter Motor. Durch diese grundsätzliche Antriebsart wird es möglich, die Drehzahl bei einer Säulenbohrmaschine einzustellen. Oftmals wird die Ständerbohrmaschine als Unterart der Säulenbohrmaschine angesehen. Bei einer Ständerbohrmaschine ist der Fuß der Maschine noch fester verankert, so dass sie sich auch für die Bearbeitung von sehr schweren und größeren Werkstücken eignet. Die klassische Säulenbohrmaschine ist dagegen eher auf die Bearbeitung von kleineren bis mittleren Werkstücken ausgelegt.

Einsatzbereiche

Lange Zeit war die Säulenbohrmaschine aus der industriellen Produktion nicht wegzudenken. Der große Vorteil von Säulen- und Tischbohrmaschine ist, dass das Werkstück fest zur Bearbeitung eingespannt werden kann. Damit ermöglichen diese Geräte eine sehr präzise, fast punktlasergenaue Bearbeitung. Tatsächlich verfügen auch einige moderne Tischbohrmaschinen zusätzlich über einen zusätzlichen Laser, der punktgenaues Arbeiten und Ansetzen einer Bohrung erlaubt. Folgerichtig gilt die Tischbohrmaschine auch heute noch im handwerklichen Bereich als Präzisionsbohrgerät. Überall dort, wo es auf eine besonders gezielte Positionierung einer Bohrung ankommt, können Säulen- und Tischbohrmaschinen zur Anwendung kommen. Insbesondere in der individuellen Fertigung von Werkstücken sind diese Geräte wichtige Hilfsmittel. Ein weiterer Vorteil dieser spezielleren Bohrgeräte ist, dass sie die verschiedensten Materialien wie Metalle, Kunststoffe und Holz durchdringen können.

Hersteller

Tischbohrmaschinen werden von vielen Herstellern angeboten, die auch andere Elektrowerkzeuge führen. Hier sind beispielsweise

  • Einhell
  • Bosch
  • Walter
  • Dremel

zu nennen.

Eine Säulenbohrmaschine für den industriellen Bereich bieten in Europa nur noch wenige Anbieter und hier vielleicht sogar nur auf Bestellung an. Durch die Verdrängung dieses Werkzeugs aus der industriellen Fertigung, kommen viele sollen Bohrmaschinen heute aus Asien. Noch auf dem Markt aktive Anbieter der klassischen Säulenbohrmaschine in Europa sind

  • Alzmetall
  • Flott
  • GILLARDON
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