Hartlötgeräte

Hartlötgeräte sind erforderlich, um die zum Hartlöten erforderlichen Temperaturen von 450 bis 900°C zu erzeugen. Hartlöten selbst ist ein Fügeverfahren, mit dem zwei metallische Werkstücke durch den Einsatz eines Hartlots, das als Zusatzwerkstoff durch die Hitzeeinwirkung schmilzt, eine stoffschlüssige Verbindung eingehen. Im Vergleich zu einer Schweißverbindung ist die mit einem Hartlötgerät erzeugte Verbindung geringer belastbar. Allerdings ist die thermische und physikalische Belastbarkeit der Verbindungsstelle höher als beim Weichlöten.

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Geschichte

Das thermische Verfahren Löten, mit dem eine stoffschlüssige Verbindung hergestellt wird, war bereits um 5000 v.Chr. bekannt. Zu diesem Zeitpunkt wurden vor allem Edelmetalle wie Kupfer, Silber oder Gold zu Schmuck oder zu Kultgegenständen verarbeitet. Die ersten Acetylen-Lötpistolen orientierten sich am Bunsenprinzip und kamen in den 1930er-Jahren auf den Markt.

Einsatzbereiche

Das Hartlötgerät kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine durchschnittlich hohe Belastbarkeit größerer Kontaktflächen erforderlich ist. Vor allem in der Sanitär- und Gasinstallation zeigen sich die Vorteile des Hartlötens durch das unkomplizierte Verfahren bei Rohrverbindungen. Denn das verwendete Hartlot füllt die zwischen Rohren und Fittingen vorhandenen Zwischenräume schnell und mit zuverlässiger Sicherheit. So verhindert eine mit dem Hartlötgerät hergestellte stoffschlüssige Verbindung das Austreten von Flüssigkeiten und Gasen.

Hartlötgeräte arbeiten im Vergleich zum Schweißen mit niedrigeren Temperaturen. Wobei die Flammentemperatur selbst bis zu 2.800°C erreicht. Trotzdem belastet die Arbeit mit dem Hartlötgerät die Werkstücke nur minimal. Dies verhindert vor allem ungewollte Verformungen wie das Verziehen.

Vor allem bei Kupferinstallationen im Bereich der Gasinstallation ist das Hartlöten gesetzlich vorgeschrieben.

Aufbau

Hartlötgeräte sind als stationäre und mobile Ausführung verfügbar. In der Regel würde ein normaler Propangasbrenner als Hartlötgerät ausreichen. Allerdings ist eine Acetylen-Sauerstoff-Flamme wesentlich leistungsstärker und sichert kurze Anwärmzeiten von Werkstoffen wie Kupfer und dessen Legierungen, die sich durch eine hohe Wärmeleitfähigkeit auszeichnen.

Sauerstoff- und Acetylenflasche sind mit einem Druckminderer ausgestattet und entsprechend eindeutig gekennzeichnet. Dies gilt ebenfalls für die Verbindungsschläuche zum Brenner. Blau steht immer für Sauerstoff und rot oder orange für das zweite Gas. Diese beiden Schläuche münden in den Brenner, wo sie sich vermischen und über die Schweißdüse als Flamme austreten.

Verschiedene Formen und Größen der Schweißdüsen ermöglichen das punktgenaue Arbeiten mit dem Hartlötgerät.

Die Varianten reichen vom einfachen Propangasbrenner mit integriertem Brenner und Piezozünder bis zu Hartlötgeräten, die mit unterschiedlichen Mischungen aus Gasen wie Sauerstoff und Acetylen oder Propan, arbeiten.

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