Kneifzangen

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Kneifzange

Hammer und Zange sind die beiden Klassiker im Werkzeugbereich. Ihre Tradition ist beeindruckend. Wenn auch die Werkzeugindustrie erst im 19. Jahrhundert ihr erstes Hoch hatte, sind ähnliche Werkzeuge schon seit Jahrtausenden im Einsatz. Denn so alt sind beispielsweise Nägel, die von Archäologen ausgegraben wurden. Damit Nägel optimal eingesetzt werden können, ist der Hammer wichtig. Und spätestens beim ersten falsch eingeschlagenen Nagel haben unsere Vorfahren etwas erfunden, das der heutigen Zange ähnlich ist. Denn auch wenn eine Zange – speziell die Kneifzange – heute ein multifunktionales Instrument ist – ihre Kernfunktion ist auch in der modernen Ära das Herausziehen von Nägeln aller Art. Die Kneifzange ist unter den Zangenvarianten, die es heute gibt, übrigens eines der ältesten Modelle.

Optik

Wenn man die Bedeutung des Verbs “kneifen” – nämlich das Zusammendrücken von etwas mit Daumen und Zeigefinger einer Hand – berücksichtigt, ist dies bereits eine menschliche Kneifzange. Denn auch die Kneifzange als Instrument ist so aufgebaut. Sie besteht aus zwei Kanten, die gelenkartig miteinander verbunden sind, so dass sie bedarfsgerecht geöffnet und geschlossen werden können. Die Kanten sind keilförmig gearbeitet. Zur Zange kommt der Stiel, den auch andere Werkzeuge – etwa der Hammer und die Feile – haben. Aufgrund ihrer charakteristischen Optik wird das Instrument auch als Kantenzange und als Beißzange bezeichnet.

Funktionsweise

Kneifzangen funktionieren unkompliziert. Sie ergreifen den Nagel, indem sie ihn mit beiden Kanten umfassen. Sollte dies nicht möglich sein – etwa wenn der Nagel zu tief verankert sein sollte – ist der Untergrund etwas zu bearbeiten, damit der Nagelkopf befreit wird. Alternativ kann auch ein Nagelzieher genutzt werden. Auch im vorderen Bereich des Brecheisens ist eine Vorrichtung, die dies möglich macht.

Einsatzbereiche

Ist der Nagelkopf mit der Zange gepackt, wird der Nagel durch Hebelbewegungen herausbefördert. Aufgrund des oft robusten Einsatzes ist es wichtig, dass eine Zange stabil gearbeitet ist. Das gilt zum einen für die gelenkige Verbindung, zum anderen aber auch inbesondere für das Material, aus dem das Werkzeug besteht. Für Kneifzangen wird in aller Regel Werkzeugstahl genutzt, der ein überzeugend stabiles Material darstellt. Nicht selten handelt es sich dabei um Edelstahl, bei dem für Werkzeuge und die damit verbundene Bearbeitung von Werkstücken oft die rostfreie Variante gewählt worden ist.

Die Kneifzangen eignen sich nicht nur zum Herausziehen von Nägeln. Mit den keilförmigen Schneiden kann beispielsweise auch Draht abgezwickt werden.

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