Kartuschenpressen

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Kartuschenpresse

Die Kartuschenpresse ist ein praktisches Werkzeug, das man zum Verfugen, Verdichten und Verkleben einsetzen kann. Es besteht aus einer Kartuschenpistole, in die eine Kartusche mit der jeweiligen Füllmasse eingesetzt wird. Als Füllmassen kommen beispielsweise Fugen Dichtmasse oder Kleber infrage. Kartuschenpresse können manuell bedient werden, es gibt aber auch bequemere Akku-Modelle. Außerdem können Kartuschenpressen mit Druckluft angetrieben werden. Oftmals bezeichnet man die gesamte Kartuschenpresse als Kartuschenpistole oder Skelettpistole. Gerne wird ebenso von einer Silikonspritze gesprochen. Dabei können sich Skelettpistolen im Aufbau und Ausstattung von den typischen Silikonspritzen mit Rohr unterscheiden.

Geschichte

Die Kartuschenpresse an sich bezieht sich nicht unbedingt auf eine einzige Erfindung. In ihrer einfachsten Form handelt es sich um die mechanische Skelettpistole, mit der eine Masse durch mechanischen Druck bewegt wird. Das ist auch das Prinzip Pistole an sich. Pistolen gibt es etwa seit dem 15. Jahrhundert. Kartuschenpressen werden immer noch ständig weiter entwickelt, so dass immer komfortablere Modelle aufkommen. Außerdem ist das Prinzip der Kartuschenpresse eng verbunden mit verschiedenen anderen Erfindungen und Techniken. Zum einen ist hier auf die Druckluftwerkzeuge zu verweisen. Zum anderen geht es um die Füllmassen für die Kartuschen. Silikon wurde beispielsweise Anfang des 20. Jahrhunderts für verschiedene Einsatzbereiche entdeckt. Acryl kam erst in den 1940er Jahren auf.

Einsatzbereiche

Die Werkzeuge kommen sowohl im handwerklichen professionellen Bereich als auch in privaten Haushalten zum Einsatz. Im Bauwesen sind sie unverzichtbar. Dabei kommen sie sogar im Schwerlastwesen zum Einsatz, wenn etwa Injektionsmörtel bei der Befestigung von Schwerlasttankern benötigt wird. In diesen hochspezialisierten Bereichen setzt man besondere Kartuschenpressen ein, die dazu geeignet sind, zwei Komponenten einer Füllmasse in einer Spritztüte zu vermengen. Eine typische Kartusche im allgemeinen Einsatz umfasst etwa 310 ml. Mit leichteren Modellen lässt sich längere Zeit arbeiten, während schwerere Modelle anstrengen können.

Arten

Die Grundfunktion von Kartuschenpressen lässt sich so beschreiben: Das Füllmaterial in der Kartusche wird mit der Kartuschenpresse ausgepresst und kann so gleichmäßig sowie optisch ansprechend im Zielbereich verteilt werden. Deshalb bilden Fugen einen typischen Anwendungsbereich für Kartuschenpressen. Dabei unterscheiden sich die zu erzielenden Drucke bei den einzelnen Kartuschenpressen erheblich. Sie erreichen etwa bei handbetriebenen Kartuschenpressen um 250 N, bei einem Akku-Modell bis zu 5000 N.

Mechanisch / per Hand

  • die einfache Skelettpistole: Sie haben einen dünnen Rahmen aus Kunststoff oder Metall, und sie sind preisgünstig.
  • die Halbschalenpresse:Unterschieden werden Modelle mit und ohne Zahnstange. Halbschalenpressen sind stabiler gearbeitet als die Skelettpistolen und halten die Kartusche sicher in der Schale.

Bei den Antrieben sind neben der handbetriebenen Form noch zwei weitere High-End Formen besonders interessant.

  • Druckluft Kartuschenpresse
  • Akku Kartuschenpresse

Kartuschenpistole mit Rohr

Dabei umschließt ein Rohr die Kartusche, alternativ auch Folienbeutel. Manche Modelle können durch einen Umbau des Stempels so ausgerüstet werden, dass statt Kartuschen Folienbeutel eingesetzt werden können.

Füllmasse

  • Silikone wie Bausilikon und Sanitär-Silikon
  • Acryl-Fugen Dichtmassen
  • Montagekleber
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