Geländestapler

Geländestapler

Geländestapler sind kompakte und leistungsstarke Nutzfahrzeuge, die für den Außenbereich konzipiert sind und einen Lastentransport von mehreren Tonnen Gewicht ermöglichen. Die speziellen Förderzeuge sind wie klassische Gabelstapler mit einer frontalen Hubeinheit aufgebaut, unterscheiden sich von gängigen Frontstaplern jedoch durch höhere Leistungsfähigkeit und einen sicheren Einsatz in unwegsamem Gelände. Dieser wird vorrangig durch einen stärkeren Antrieb und abgestimmte Reifenprofile umgesetzt, mit denen ein sicherer Lastentransport auch jenseits asphaltierter Straßen möglich wird. Viele Modelle renommierter Markenhersteller werden mit klassischem Verbrennungsmotor angetrieben und sind optional in einer Allrad-Variante erhältlich.

Einsatzbereiche

Wie der Name bereits andeutet, sind Geländestapler für einen Einsatz im Außenbereich ausgelegt. Dies wird auch durch den häufigen Antrieb mittels dieselbetriebenem Verbrennungsmotor deutlich, der aufgrund seiner Emissionen nicht in geschlossenen Räumen verwendet werden darf. Klassischer Einsatzbereich von Geländestaplern sind Baustellen, die Werkstoffe oder Baugeräte aufnehmen und über längere Strecken als Alternative zu Kranen transportieren. Gerade in noch nicht erschlossenem Baugelände mit sandigem oder lehmigem Boden helfen Geländestapler weiter, wo klassische Frontstapler aufgrund der Bodenbeschaffenheit aufgeben müssten.

Auch beim Be- und Entladen von Gütern in der Logistikbranche sind Geländestapler eine sinnvolle Anschaffung, die auf Arealen wie Güterbahnhöfe sowie Flug- und Schiffshäfen anzutreffen sind. Neben Baubranche und Logistik profitieren Industrieunternehmen von den leistungsfähigen Förderzeugen, sofern regelmäßig Güter im Außenbereich des eigenen Firmengeländes verladen werden und dieses nicht komplett geteert oder betoniert ist. Ebenfalls denkbare Einsatzbereiche sind die Landwirtschaft, der Bergbau sowie der öffentliche Städte- und Landschaftsbau.

Tragkraftklassen

Die Auswahl von Geländestaplern wird primär nach der Tragkraftklasse vorgenommen, die als Kennwert die maximale Gewichtsbelastung der frontalen Hubeinheit angibt. Einstiegsmodelle unter den Geländestaplern decken ein Lastenspektrum zwischen 1.000 und 1.500 kg ab und werden vorrangig für Zubehör oder leichtere Werkstoffe auf Baustellen oder in der Logistikbranche eingesetzt. Die geringe Lastenaufnahme spiegelt sich auch in der Hubhöhe wider, die meist nicht über die Höhe der Fahrerkabine hinausreicht und auf zwei Meter oder etwas mehr begrenzt ist.

In den höheren Tragkraftklassen der Geländestapler wird zwischen Modellen bis zweieinhalb Tonnen, bis zu vier Tonnen sowie den Maximalbereich zwischen vier und sechs Tonnen unterschieden. Mit höherer Lastenaufnahme steigt auch das Eigengewicht und die Leistungsfähigkeit der Stapler, die ausreichend Kraft für den Lastentransport aufweisen müssen und als Gegengewicht für die aufgenommene Last fungieren. Hierbei wird berücksichtigt, dass der Spezialstapler in unwegsamem Gelände unterwegs ist und bei Stößen und Erschütterungen größeren Kräften auf Förderzeug und Last standzuhalten ist.

Leistungsfähigkeit

Aufgrund ihrer hohen Leistungsfähigkeit und der Einsatzmöglichkeit in diversen Geländeformen werden die Spezialstapler zu einer hochwertigen Anschaffung. Vor dem Kauf ist daher zu klären, ob für die geplanten Arbeitszwecke überhaupt ein Geländestapler benötigt wird oder ein traditioneller Frontstapler mit entsprechend hoher Lastenaufnahme bereits ausreicht. Auch die Hubhöhe sowie die maximale Belastung des Staplers spielen in die Anschaffungskosten ein, was aus betriebswirtschaftlichen Gründen zusätzlich abzuwägen ist. Weitere Auswahlkriterien, die Funktion und Preis beeinflussen, sind der Aufbau mit offener bzw. geschlossener Fahrerkabine sowie die eingesetzte Steuertechnik. Gerade für die Erstausstattung von Logistik- und Industriebetrieben ist es empfehlenswert, fachkundigen Rat vor Kauf des Geländestaplers einzuholen.
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