Schwader

Der Schwader ermöglicht Landwirten, gemähtes Heu oder auch Stroh zu gleichmäßigen Reihen, den so genannten Schwaden, aufzuhäufeln. Diese können anschließend mit anderen Maschinen wie dem Ladewagen, einer Ballenpresse oder einem Häcksler aufgenommen werden. Der Schwader dient auch dazu, trocknendes Heu abends in Form zu bringen, damit es besser vor den Einwirkungen nächtlichen Taus geschützt ist. Auf diese Weise kann der Boden in den Morgenstunden besser trocknen, bevor das Heu über den Tag wieder verteilt wird. Alle Bauarten des Schwaders sind Anspanngeräte, die mit einem Schlepper gezogen werden.

Am weitesten verbreitet ist der Kreiselschwader. Auf einem Fahrgestell mit kleinen Rädern sind einer oder mehrere Kreisel befestigt, von denen sternförmig bis zu 16 Arme abgehen. Diese werden über die Zapfwelle des Traktors angetrieben und verfügen jeweils über mehrere Rechzinken. Die Rechzinken streifen bei der Kreiselbewegung senkrecht über den Boden und befördern das Erntegut je nach Bauart zur Seite oder in die Mitte, wo es für eine gute Durchlüftung locker abgelegt wird. Die Kombination mehrerer Kreisel ermöglicht Arbeitsbreiten von bis zu 20 Metern. Es gibt auch Bauarten, die durch bestimmte Einstellungen der Kreisel die gleichzeitige seitliche Ablage von zwei Schwaden ermöglichen.

Der Sternradschwader kam Mitte des letzten Jahrhunderts auf den Markt und trieb die Rationalisierung der Futterernte stark voran. Er überzeugt durch seine flexible Bodenanpassung und ein schonendes Handling des Ernteguts. Am Fahrgestell sind zwischen drei und 20 Zinkenräder schräg zur Fahrtrichtung montiert, die wegen ihres Aussehens Sternräder genannt werden. Im Betrieb wird das Heu von einem Sternrad zum nächsten geschoben und schließlich - je nach Bauart - in der Mitte oder an der Seite als Schwaden abgelegt. Mittelschwader erreichen eine Arbeitsbreite von bis zu 12 Metern. Ein Nachteil ist, dass die Arbeitsleistung bei nassem, schwerem Mähgut nachlässt.

Beim Rotorschwader sind die Kreisel horizontal angeordnet und bewegen sich alle in der gleichen Drehrichtung. Die Zinken arbeiten parallel zur Erdoberfläche und legen die Schwaden an der Seite ab. Diese Bauweise ermöglicht relativ hohe Fahrgeschwindigkeiten und lässt sich auch mit leichten, leistungsarmen Traktoren gut ziehen. Ein weiterer Vorteil ist die sehr gute Durchlüftung der Schwaden. Wegen der geringen Arbeitsbreite kommen Rotorschwader auf großen, freien Flächen kaum noch zum Einsatz, dafür aber auf Plantagen mit Hochstammobstbäumen, weil sie ein sehr nahes Heranfahren an die Bäume ermöglichen.

Pick-up-Bandschwader arbeiten nach einem etwas anderen Prinzip. Hier wird das Erntegut aufgenommen, auf ein Förderband gelegt und quer zur Fahrtrichtung auf die Seite transportiert. Ein großer Vorteil dieser Maschinen ist, dass das Heu nicht über den Boden gekehrt wird und nach der Aufnahme deshalb nicht mehr verschmutzen kann.

Der Trommelschwader arbeitet mit Kämmen, die schräg zur Fahrtrichtung rotieren und auf diese Weise das Heu transportieren. Das Verfahren ähnelt der Funktionsweise einer Haspel beim Mähdrescher. In der Regel werden Trommelschwader hydraulisch angetrieben.

Bandrechschwader verfügen über Ketten, die quer zu Fahrtrichtung verlaufen und mit senkrecht montierten Zinken versehen sind. Die Geräde befinden sich dicht am Zugfahrzeug und stellen nur geringe Anforderungen an deren Leistung. Sie können sogar mit einem Motormäher bewegt werden, so dass sie sich hervorragend für Bergregionen und Steilhänge eignen. Der Antrieb erfolgt über die Zapfwelle des Schleppers oder hydraulisch.

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Schwader

Der Schwader ermöglicht Landwirten, gemähtes Heu oder auch Stroh zu gleichmäßigen Reihen, den so genannten Schwaden, aufzuhäufeln. Diese können anschließend mit anderen Maschinen wie dem Ladewagen, einer Ballenpresse oder einem Häcksler aufgenommen werden. Der Schwader dient auch dazu, trocknendes Heu abends in Form zu bringen, damit es besser vor den Einwirkungen nächtlichen Taus geschützt ist. Auf diese Weise kann der Boden in den Morgenstunden besser trocknen, bevor das Heu über den Tag wieder verteilt wird. Alle Bauarten des Schwaders sind Anspanngeräte, die mit einem Schlepper gezogen werden.

Am weitesten verbreitet ist der Kreiselschwader. Auf einem Fahrgestell mit kleinen Rädern sind einer oder mehrere Kreisel befestigt, von denen sternförmig bis zu 16 Arme abgehen. Diese werden über die Zapfwelle des Traktors angetrieben und verfügen jeweils über mehrere Rechzinken. Die Rechzinken streifen bei der Kreiselbewegung senkrecht über den Boden und befördern das Erntegut je nach Bauart zur Seite oder in die Mitte, wo es für eine gute Durchlüftung locker abgelegt wird. Die Kombination mehrerer Kreisel ermöglicht Arbeitsbreiten von bis zu 20 Metern. Es gibt auch Bauarten, die durch bestimmte Einstellungen der Kreisel die gleichzeitige seitliche Ablage von zwei Schwaden ermöglichen.

Der Sternradschwader kam Mitte des letzten Jahrhunderts auf den Markt und trieb die Rationalisierung der Futterernte stark voran. Er überzeugt durch seine flexible Bodenanpassung und ein schonendes Handling des Ernteguts. Am Fahrgestell sind zwischen drei und 20 Zinkenräder schräg zur Fahrtrichtung montiert, die wegen ihres Aussehens Sternräder genannt werden. Im Betrieb wird das Heu von einem Sternrad zum nächsten geschoben und schließlich - je nach Bauart - in der Mitte oder an der Seite als Schwaden abgelegt. Mittelschwader erreichen eine Arbeitsbreite von bis zu 12 Metern. Ein Nachteil ist, dass die Arbeitsleistung bei nassem, schwerem Mähgut nachlässt.

Beim Rotorschwader sind die Kreisel horizontal angeordnet und bewegen sich alle in der gleichen Drehrichtung. Die Zinken arbeiten parallel zur Erdoberfläche und legen die Schwaden an der Seite ab. Diese Bauweise ermöglicht relativ hohe Fahrgeschwindigkeiten und lässt sich auch mit leichten, leistungsarmen Traktoren gut ziehen. Ein weiterer Vorteil ist die sehr gute Durchlüftung der Schwaden. Wegen der geringen Arbeitsbreite kommen Rotorschwader auf großen, freien Flächen kaum noch zum Einsatz, dafür aber auf Plantagen mit Hochstammobstbäumen, weil sie ein sehr nahes Heranfahren an die Bäume ermöglichen.

Pick-up-Bandschwader arbeiten nach einem etwas anderen Prinzip. Hier wird das Erntegut aufgenommen, auf ein Förderband gelegt und quer zur Fahrtrichtung auf die Seite transportiert. Ein großer Vorteil dieser Maschinen ist, dass das Heu nicht über den Boden gekehrt wird und nach der Aufnahme deshalb nicht mehr verschmutzen kann.

Der Trommelschwader arbeitet mit Kämmen, die schräg zur Fahrtrichtung rotieren und auf diese Weise das Heu transportieren. Das Verfahren ähnelt der Funktionsweise einer Haspel beim Mähdrescher. In der Regel werden Trommelschwader hydraulisch angetrieben.

Bandrechschwader verfügen über Ketten, die quer zu Fahrtrichtung verlaufen und mit senkrecht montierten Zinken versehen sind. Die Geräde befinden sich dicht am Zugfahrzeug und stellen nur geringe Anforderungen an deren Leistung. Sie können sogar mit einem Motormäher bewegt werden, so dass sie sich hervorragend für Bergregionen und Steilhänge eignen. Der Antrieb erfolgt über die Zapfwelle des Schleppers oder hydraulisch.