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Obstbau

Obstbau ist der großflächige, erwerbsmäßige Freiland- oder geschützte Anbau von Obstgehölzen und Beerenobst meist in Monokultur nach konventionellen oder in den letzten Jahren auch zunehmend nach ökologischen Gesichtspunkten.

Obst gehört schon seit Jahrmillionen zur menschlichen Nahrung. Systematischer Obstbau ist seit ungefähr 4.000 vor Christus im Nahen Osten belegt und wurde fortan stets im Zuge des Ackerbaus betrieben. Heute gibt es weltweit Obstbaugebiete für die Nahversorgung und den Export.

Der Obstbau umfasst eine Vielzahl von Aufgaben, die in Handarbeit und/oder mit maschineller Unterstützung erfolgen.

Bodenbearbeitung

Bei der Bodenbearbeitung wird die Erde gelockert, Unkraut entfernt, Dünger ausgebracht und gemulcht. Aufgrund der engen Arbeitsgassen kommen kompakte Spezialtraktoren, sogenannte Obstbauschlepper, in schmaler Ausführung zum Einsatz. Obstbautraktoren sind sehr wendig und lassen sich gut auf engstem Raum manövrieren, was in einer Obstplantage von Vorteil ist. Zur Anlage von Gräben für Bewässerungs- und Entwässerungsanlagen werden Grabenfräsen und zum Mulchen Schlegel- oder Rotormulcher genutzt.

Vermehrung

Obstgehölze und Beerenobst werden auf verschiedene Arten vermehrt. Die Anzucht von Jungpflanzen aus Saatgut spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Die vegetative Vermehrung über Stecklinge und mittels Pfropfen (Veredelung) ist bedeutender. In vielen Obstbaubetrieben wird selbst vermehrt und die Jungpflanzen bis zum pflanzreifen Stadium gepflegt. Aber auch für das Pflanzen und Roden von Obstgehölzen und Beerenobst wird spezielle Obstbautechnik benötigt, wie Pflanzlochbohrer, Wurzelschneider und Handpfahlauszieher.

Bewässerung

Die Bewässerung im Obstbau erfüllt mehrere Aufgaben. So sichert die Bewässerung den Ertrag in niederschlagsarmen und sommertrockenen Gebieten. Eine Zusatzbewässerung macht den Obstbau auf leichten Böden, wie Sandböden, erst möglich. In spätfrostgefährdeten Lagen schützen oberirdische Beregnungsanlagen vor Ernteausfällen, die bei Spätfrostgefahr die Blüten und/oder jungen Früchte ununterbrochen bewässern. Bei Frost gefriert das Wasser, wodurch Wärme entsteht, die vor Frostschäden bewahrt.

Schnitt

Der Winter- und der Sommerschnitt von Obstgehölzen und Beerenobst ist für hohe Erträge und die Fruchtqualität entscheidend. Schnittmaßnahmen sorgen für eine gute Triebverteilung, verjüngen Beerenobst und erhalten die Gesundheit der angebauten Pflanzen. Dafür werden Einhand-, Zweihand-, Elektro- und/oder Druckluftscheren, für die Kompressoren die benötigte Druckluft liefern, beziehungsweise Kettensägen eingesetzt, die unterschiedliche Schnittstärken bewältigen, hartes Holz sauber durchtrennen und dank ihrer ergonomischen Form und der mechanischen Unterstützung den Kraftaufwand reduzieren. Oft sind diese Schnittgeräte verlängerbar oder der Schnitt erfolgt komfortabel von Arbeits- oder Schneidebühnen aus. Die Alternative zum manuellen Schnitt sind Ausdünnmaschinen, Laubschneider und Schneidemaschinen, die mit ihren rotierenden Messern und/oder Kreissägeblättern hohe Schnittstärken erreichen und sowohl vertikal als auch horizontal schneiden können.

Pflanzenschutz

Regelmäßiges Begehen der Obstplantage hilft, einen Schädlings- und/oder Krankheitsbefall frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Neben der Bekämpfung eines Befalls zählen auch vorbeugende Maßnahmen zum Pflanzenschutz, wofür zur Spritztechnik gegriffen wird. Sprühgeräte sind in der Regel abdriftarm und verfügen über eine verstellbare Sprühbreite, was eine gezielte Behandlung erlaubt.

Ernten, Sortieren und Lagern

Ernten ist im Obstbau nach wie vor größtenteils Handarbeit, da nur so behutsam mit den Früchten umgegangen wird. Eine Arbeitserleichterung stellen dabei Arbeits- oder Pflückbühnen mit Rollbahnen dar. Ein weiterer Vorteil der Erntebühnen ist, dass Kisten jeder Größe darauf Platz finden und bequem transportiert werden können, was auch die erreichbare Erntemenge erhöht. Einachs-Dreiseitenkipper, Einachs-Tieflader und anbaubare Stapler-Palettengabeln dienen zum Transport der vollen Kisten. Die Sortierung erfolgt überwiegend maschinell. Daneben umfasst der Obstbau auch die Lagerung in hoch technisierten Lagerräumen, wo die geernteten Früchte über Monate ihre Qualität behalten, die verkaufsgerechte Verpackung und die Vermarktung.

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Obstbau

Obstbau ist der großflächige, erwerbsmäßige Freiland- oder geschützte Anbau von Obstgehölzen und Beerenobst meist in Monokultur nach konventionellen oder in den letzten Jahren auch zunehmend nach ökologischen Gesichtspunkten.

Obst gehört schon seit Jahrmillionen zur menschlichen Nahrung. Systematischer Obstbau ist seit ungefähr 4.000 vor Christus im Nahen Osten belegt und wurde fortan stets im Zuge des Ackerbaus betrieben. Heute gibt es weltweit Obstbaugebiete für die Nahversorgung und den Export.

Der Obstbau umfasst eine Vielzahl von Aufgaben, die in Handarbeit und/oder mit maschineller Unterstützung erfolgen.

Bodenbearbeitung

Bei der Bodenbearbeitung wird die Erde gelockert, Unkraut entfernt, Dünger ausgebracht und gemulcht. Aufgrund der engen Arbeitsgassen kommen kompakte Spezialtraktoren, sogenannte Obstbauschlepper, in schmaler Ausführung zum Einsatz. Obstbautraktoren sind sehr wendig und lassen sich gut auf engstem Raum manövrieren, was in einer Obstplantage von Vorteil ist. Zur Anlage von Gräben für Bewässerungs- und Entwässerungsanlagen werden Grabenfräsen und zum Mulchen Schlegel- oder Rotormulcher genutzt.

Vermehrung

Obstgehölze und Beerenobst werden auf verschiedene Arten vermehrt. Die Anzucht von Jungpflanzen aus Saatgut spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Die vegetative Vermehrung über Stecklinge und mittels Pfropfen (Veredelung) ist bedeutender. In vielen Obstbaubetrieben wird selbst vermehrt und die Jungpflanzen bis zum pflanzreifen Stadium gepflegt. Aber auch für das Pflanzen und Roden von Obstgehölzen und Beerenobst wird spezielle Obstbautechnik benötigt, wie Pflanzlochbohrer, Wurzelschneider und Handpfahlauszieher.

Bewässerung

Die Bewässerung im Obstbau erfüllt mehrere Aufgaben. So sichert die Bewässerung den Ertrag in niederschlagsarmen und sommertrockenen Gebieten. Eine Zusatzbewässerung macht den Obstbau auf leichten Böden, wie Sandböden, erst möglich. In spätfrostgefährdeten Lagen schützen oberirdische Beregnungsanlagen vor Ernteausfällen, die bei Spätfrostgefahr die Blüten und/oder jungen Früchte ununterbrochen bewässern. Bei Frost gefriert das Wasser, wodurch Wärme entsteht, die vor Frostschäden bewahrt.

Schnitt

Der Winter- und der Sommerschnitt von Obstgehölzen und Beerenobst ist für hohe Erträge und die Fruchtqualität entscheidend. Schnittmaßnahmen sorgen für eine gute Triebverteilung, verjüngen Beerenobst und erhalten die Gesundheit der angebauten Pflanzen. Dafür werden Einhand-, Zweihand-, Elektro- und/oder Druckluftscheren, für die Kompressoren die benötigte Druckluft liefern, beziehungsweise Kettensägen eingesetzt, die unterschiedliche Schnittstärken bewältigen, hartes Holz sauber durchtrennen und dank ihrer ergonomischen Form und der mechanischen Unterstützung den Kraftaufwand reduzieren. Oft sind diese Schnittgeräte verlängerbar oder der Schnitt erfolgt komfortabel von Arbeits- oder Schneidebühnen aus. Die Alternative zum manuellen Schnitt sind Ausdünnmaschinen, Laubschneider und Schneidemaschinen, die mit ihren rotierenden Messern und/oder Kreissägeblättern hohe Schnittstärken erreichen und sowohl vertikal als auch horizontal schneiden können.

Pflanzenschutz

Regelmäßiges Begehen der Obstplantage hilft, einen Schädlings- und/oder Krankheitsbefall frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Neben der Bekämpfung eines Befalls zählen auch vorbeugende Maßnahmen zum Pflanzenschutz, wofür zur Spritztechnik gegriffen wird. Sprühgeräte sind in der Regel abdriftarm und verfügen über eine verstellbare Sprühbreite, was eine gezielte Behandlung erlaubt.

Ernten, Sortieren und Lagern

Ernten ist im Obstbau nach wie vor größtenteils Handarbeit, da nur so behutsam mit den Früchten umgegangen wird. Eine Arbeitserleichterung stellen dabei Arbeits- oder Pflückbühnen mit Rollbahnen dar. Ein weiterer Vorteil der Erntebühnen ist, dass Kisten jeder Größe darauf Platz finden und bequem transportiert werden können, was auch die erreichbare Erntemenge erhöht. Einachs-Dreiseitenkipper, Einachs-Tieflader und anbaubare Stapler-Palettengabeln dienen zum Transport der vollen Kisten. Die Sortierung erfolgt überwiegend maschinell. Daneben umfasst der Obstbau auch die Lagerung in hoch technisierten Lagerräumen, wo die geernteten Früchte über Monate ihre Qualität behalten, die verkaufsgerechte Verpackung und die Vermarktung.