Landwirtschaftliche Großpressen & Kleinpressen

In der Landwirtschaft dienen Pressen dazu, Stroh, Heu oder Silage in gut handhabbare Ballen (Rundballen, Quaderballen) zusammenzupressen. In dieser Form lassen sich die ansonsten losen Futtermittel platzsparend transportieren und lagern. Häufig besitzen die Pressen eine zusätzliche Arbeitseinheit, mit deren Hilfe die Ballen in Netze, Kunststofffolie oder Garn gebunden werden. Je nach Größe der Ballen und Umfang der anfallenden Futter- bzw. Einstreumengen kommen entweder Grosspressen oder Kleinpressen zum Einsatz. Beide Größen gibt es sowohl zum Pressen von Rundballen als auch zum Pressen von Quadern.

Grosspressen

Grosspressen finden vorrangig in größeren landwirtschaftlichen Betrieben, zur kommerziellen Produktion von Tierfutter und Einstreu Verwendung.

Rundballenpressen

Die Rundballenpresse ist die am weitesten verbreitete landwirtschaftliche Presse überhaupt. Im Innern der Maschine befinden sich entweder mit Gummi besetzte Riemen oder Stahlrollen, deren Aufgabe es ist, Heu oder Stroh zu zylinderförmigen Ballen aufzurollen. Sobald der Ballen eine definierte Größe erreicht hat, wird er mit Kunststoff ummantelt, mit Garn gebunden oder in ein Netz verpackt und rollt über eine Klappe aus dem hinteren Teil der Presse heraus.

Grosspressen für Rundballen produzieren Ballen mit Durchmessern bis zu 180 cm und bis zu einer Länge von 150 cm. Das Gewicht eines Silage-Rundballens beträgt rund 1000 kg, das von locker gepresstem Stroh rund 200 kg.

Quaderballenpressen

Quaderförmige Ballen aus Grosspressen sind deutlich schwerer als Rundballen, weil sie wesentlich fester zusammengepresst werden. In Abhängigkeit von der Bauart der Großpresse beträgt deren Breite zwischen 80 und 120 cm und die Höhe 60 bis 150 cm. Die Länge von quaderförmigen Großballen kann zwischen 50 und 300 cm variieren.

Bekannte Hersteller von Grosspressen sind Vermeer, Kuhn, Case IH, Claas, Deutz-Fahr, Massey Ferguson, New Holland, Krone und John Deere.

Kleinpressen

Kleinpressen eigenen sich eher für Klein- und Hobbylandwirte. Bezüglich ihrer Konstruktion und Arbeitsweise lassen sie sich grundsätzlich in zwei Arten unterteilen: Hochdruckpressen und Niederdruckpressen. Kleinpressen gibt es ebenfalls für Rund- und Quaderballen.

Hochdruckpressen

Die sogenannten Hochdruckballen, die diese Kleinpressen fabrizieren, haben ein Gewicht zwischen 10 und 30 kg. Damit sind sie vor allem für Klein- und Hobbylandwirte ohne großen Landmaschinenpark interessant. Die Ballen sind so leicht und handlich, dass sie problemlos von einer Person transportiert werden können. Zudem lassen sie sich gut portionieren und unkompliziert zu lagern. Um das aufwendige Aufsammeln vieler kleiner, teilweise weit verstreut liegender Ballen zu vereinfachen, wird häufig direkt an die Auswurfeinheit der Presse ein Anhänger gehängt. Die meisten Hochdruckpressen arbeiten heute automatisch, sodass die Ballen fix und fertig verschnürt auf dem Feld bzw. Anhänger landen.

Niederdruckpressen

Der Unterschied zwischen Hoch- und Niederdruckpressen liegt vor allem darin, dass Niederdruckpressen eher Bunde als Ballen formen. Statt eines Kolbens befindet sich im Innern der Presse ein Förderrotor, der das zu pressende Material nur zusammenschiebt, was im Enddefekt zu bedeutend geringen Pressdichten führt. Da die Ballen recht lose sind, lassen sie sich nur schlecht transportieren und kaum verkaufen. Während frühere Modelle zumeist stationäre Maschinen waren, die manuell mit Heu, Stroh oder Silage beschickt werden mussten, arbeiten die modernen mobilen Kleinpressen von der Aufnahme des Erntegutes bis hin zum Auswurf der Bunde teil- bzw. vollautomatisch.

In der Landwirtschaft dienen Pressen dazu, Stroh, Heu oder Silage in gut handhabbare Ballen (Rundballen, Quaderballen) zusammenzupressen. In dieser Form lassen sich die ansonsten losen... mehr erfahren »
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Landwirtschaftliche Großpressen & Kleinpressen

In der Landwirtschaft dienen Pressen dazu, Stroh, Heu oder Silage in gut handhabbare Ballen (Rundballen, Quaderballen) zusammenzupressen. In dieser Form lassen sich die ansonsten losen Futtermittel platzsparend transportieren und lagern. Häufig besitzen die Pressen eine zusätzliche Arbeitseinheit, mit deren Hilfe die Ballen in Netze, Kunststofffolie oder Garn gebunden werden. Je nach Größe der Ballen und Umfang der anfallenden Futter- bzw. Einstreumengen kommen entweder Grosspressen oder Kleinpressen zum Einsatz. Beide Größen gibt es sowohl zum Pressen von Rundballen als auch zum Pressen von Quadern.

Grosspressen

Grosspressen finden vorrangig in größeren landwirtschaftlichen Betrieben, zur kommerziellen Produktion von Tierfutter und Einstreu Verwendung.

Rundballenpressen

Die Rundballenpresse ist die am weitesten verbreitete landwirtschaftliche Presse überhaupt. Im Innern der Maschine befinden sich entweder mit Gummi besetzte Riemen oder Stahlrollen, deren Aufgabe es ist, Heu oder Stroh zu zylinderförmigen Ballen aufzurollen. Sobald der Ballen eine definierte Größe erreicht hat, wird er mit Kunststoff ummantelt, mit Garn gebunden oder in ein Netz verpackt und rollt über eine Klappe aus dem hinteren Teil der Presse heraus.

Grosspressen für Rundballen produzieren Ballen mit Durchmessern bis zu 180 cm und bis zu einer Länge von 150 cm. Das Gewicht eines Silage-Rundballens beträgt rund 1000 kg, das von locker gepresstem Stroh rund 200 kg.

Quaderballenpressen

Quaderförmige Ballen aus Grosspressen sind deutlich schwerer als Rundballen, weil sie wesentlich fester zusammengepresst werden. In Abhängigkeit von der Bauart der Großpresse beträgt deren Breite zwischen 80 und 120 cm und die Höhe 60 bis 150 cm. Die Länge von quaderförmigen Großballen kann zwischen 50 und 300 cm variieren.

Bekannte Hersteller von Grosspressen sind Vermeer, Kuhn, Case IH, Claas, Deutz-Fahr, Massey Ferguson, New Holland, Krone und John Deere.

Kleinpressen

Kleinpressen eigenen sich eher für Klein- und Hobbylandwirte. Bezüglich ihrer Konstruktion und Arbeitsweise lassen sie sich grundsätzlich in zwei Arten unterteilen: Hochdruckpressen und Niederdruckpressen. Kleinpressen gibt es ebenfalls für Rund- und Quaderballen.

Hochdruckpressen

Die sogenannten Hochdruckballen, die diese Kleinpressen fabrizieren, haben ein Gewicht zwischen 10 und 30 kg. Damit sind sie vor allem für Klein- und Hobbylandwirte ohne großen Landmaschinenpark interessant. Die Ballen sind so leicht und handlich, dass sie problemlos von einer Person transportiert werden können. Zudem lassen sie sich gut portionieren und unkompliziert zu lagern. Um das aufwendige Aufsammeln vieler kleiner, teilweise weit verstreut liegender Ballen zu vereinfachen, wird häufig direkt an die Auswurfeinheit der Presse ein Anhänger gehängt. Die meisten Hochdruckpressen arbeiten heute automatisch, sodass die Ballen fix und fertig verschnürt auf dem Feld bzw. Anhänger landen.

Niederdruckpressen

Der Unterschied zwischen Hoch- und Niederdruckpressen liegt vor allem darin, dass Niederdruckpressen eher Bunde als Ballen formen. Statt eines Kolbens befindet sich im Innern der Presse ein Förderrotor, der das zu pressende Material nur zusammenschiebt, was im Enddefekt zu bedeutend geringen Pressdichten führt. Da die Ballen recht lose sind, lassen sie sich nur schlecht transportieren und kaum verkaufen. Während frühere Modelle zumeist stationäre Maschinen waren, die manuell mit Heu, Stroh oder Silage beschickt werden mussten, arbeiten die modernen mobilen Kleinpressen von der Aufnahme des Erntegutes bis hin zum Auswurf der Bunde teil- bzw. vollautomatisch.