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Gebläsespritze

Die Gebläsespritze ist ein landwirtschaftliches Gerät, das zum Pflanzenschutz oder zur Düngung von Äckern und Feldern eingesetzt wird. Je nach Anwendungsgebiet ist sie mit verschiedenen Düsen ausgerüstet und arbeitet mit unterschiedlichem Druck und variablen Geschwindigkeiten. Im kleinteiligen Gartenbau wird die Gebläsespritze häufig mit der Hand betrieben, ansonsten als Anspann eines Traktors, als selbst fahrendes Fahrzeug oder auch - bei sehr großen Feldern - mit einem kleinmotorigen Agrarflugzeug.

Die Grundbestandteile der Maschine sind der Tank mit dem dazugehörigen Rührwerk, eine Pumpe samt Filtern, Armaturen und ein Spritzgestänge, das im extremfall eine Arbeitsbreite von mehr als 50 Metern erreichen kann. Moderne Geräte verfügen darüber hinaus über eine Steuerung per Bordrechner für den Spritzdruck, der in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit festgelegt wird.

Ein Problem bei Gebläsespritzen ist, vor allem wenn sie mit Pflanzenschutzmitteln bestückt sind, die so genannte Abdrift durch Wind zu verhindern. Hier gibt es unterschiedliche Klassen mit 50, 75 oder 90 Prozent Abdriftminderung, deren Einhaltung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit kontrolliert wird. Werden diese Vorgaben nicht erfüllt, dürfen bestimmte Präparate zum Pflanzenschutz gar nicht erst eingesetzt werden, damit zum Beispiel Gewässer und benachbarte Flächen geschützt werden.

Bei den Düsen werden folgende Konstruktionsprinzipien unterschieden: Geräte mit Luftinjektordüsen verfügen über seitliche Eintrittsöffnungen für die nachgeführte Luft. Dadurch wird das Tröpfchenspektrum vergrößert. Der Vorteil ist, dass die Abdrift verringert wird, allerdings sind sie nicht so gut für kontaktwirksame Pflanzenschutzmittel geeignet. Gebläsespritzen mit so genannten Doppelflachstrahldüsen können sowohl obere als auch untere Teile der Pflanzen benetzen. Spritzen mit Mehrlochdüsen, die unter Fachleuten auch etwas unfein als Pinkeldüsen bezeichnet werden, schicken gebündelte Strahlen aus mehreren Öffnungen. Sie kommen hauptsächlich bei der Flüssigdüngerversprühung zum Zuge, wo eine feinere Verteilung Ätzschäden herbeiführen könnte. Der aktuelle Stand der technischen Entwicklung beschäftigt sich mit Kombinationen aus unterschiedlichen Düsen, die bei parallelem Betrieb auf Schwankungen der Ausbringung reagieren können und der Praxis besser gerecht werden.

Für manche Sonderkulturen wie beim Wein- und Obstbau werden Gebläsespritzen eingesetzt, die alle zu schützenden Pflanzenteile, also auch die Blattunterseiten, erreichen. Sie verfügen über eine Mischung aus kleineren und größeren Düsen.

Mittlerweile hat die GPS-Technik auch bei diesen landwirtschaftlichen Maschinen Einzug gehalten. Dadurch ist es möglich, vor dem Einsatz am Schreibtisch-PC festzulegen, welche Mengen an Dünger oder Pflanzenschutzmitteln für welche Teilflächen notwendig sind. Diese Daten werden anschließend mit einem USB-Stick oder per Bluetooth auf den Bordcomputer des Schleppers übertragen.

Die Gebläsespritze ist ein landwirtschaftliches Gerät, das zum Pflanzenschutz oder zur Düngung von Äckern und Feldern eingesetzt wird. Je nach Anwendungsgebiet ist sie mit verschiedenen Düsen... mehr erfahren »
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Gebläsespritze

Die Gebläsespritze ist ein landwirtschaftliches Gerät, das zum Pflanzenschutz oder zur Düngung von Äckern und Feldern eingesetzt wird. Je nach Anwendungsgebiet ist sie mit verschiedenen Düsen ausgerüstet und arbeitet mit unterschiedlichem Druck und variablen Geschwindigkeiten. Im kleinteiligen Gartenbau wird die Gebläsespritze häufig mit der Hand betrieben, ansonsten als Anspann eines Traktors, als selbst fahrendes Fahrzeug oder auch - bei sehr großen Feldern - mit einem kleinmotorigen Agrarflugzeug.

Die Grundbestandteile der Maschine sind der Tank mit dem dazugehörigen Rührwerk, eine Pumpe samt Filtern, Armaturen und ein Spritzgestänge, das im extremfall eine Arbeitsbreite von mehr als 50 Metern erreichen kann. Moderne Geräte verfügen darüber hinaus über eine Steuerung per Bordrechner für den Spritzdruck, der in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit festgelegt wird.

Ein Problem bei Gebläsespritzen ist, vor allem wenn sie mit Pflanzenschutzmitteln bestückt sind, die so genannte Abdrift durch Wind zu verhindern. Hier gibt es unterschiedliche Klassen mit 50, 75 oder 90 Prozent Abdriftminderung, deren Einhaltung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit kontrolliert wird. Werden diese Vorgaben nicht erfüllt, dürfen bestimmte Präparate zum Pflanzenschutz gar nicht erst eingesetzt werden, damit zum Beispiel Gewässer und benachbarte Flächen geschützt werden.

Bei den Düsen werden folgende Konstruktionsprinzipien unterschieden: Geräte mit Luftinjektordüsen verfügen über seitliche Eintrittsöffnungen für die nachgeführte Luft. Dadurch wird das Tröpfchenspektrum vergrößert. Der Vorteil ist, dass die Abdrift verringert wird, allerdings sind sie nicht so gut für kontaktwirksame Pflanzenschutzmittel geeignet. Gebläsespritzen mit so genannten Doppelflachstrahldüsen können sowohl obere als auch untere Teile der Pflanzen benetzen. Spritzen mit Mehrlochdüsen, die unter Fachleuten auch etwas unfein als Pinkeldüsen bezeichnet werden, schicken gebündelte Strahlen aus mehreren Öffnungen. Sie kommen hauptsächlich bei der Flüssigdüngerversprühung zum Zuge, wo eine feinere Verteilung Ätzschäden herbeiführen könnte. Der aktuelle Stand der technischen Entwicklung beschäftigt sich mit Kombinationen aus unterschiedlichen Düsen, die bei parallelem Betrieb auf Schwankungen der Ausbringung reagieren können und der Praxis besser gerecht werden.

Für manche Sonderkulturen wie beim Wein- und Obstbau werden Gebläsespritzen eingesetzt, die alle zu schützenden Pflanzenteile, also auch die Blattunterseiten, erreichen. Sie verfügen über eine Mischung aus kleineren und größeren Düsen.

Mittlerweile hat die GPS-Technik auch bei diesen landwirtschaftlichen Maschinen Einzug gehalten. Dadurch ist es möglich, vor dem Einsatz am Schreibtisch-PC festzulegen, welche Mengen an Dünger oder Pflanzenschutzmitteln für welche Teilflächen notwendig sind. Diese Daten werden anschließend mit einem USB-Stick oder per Bluetooth auf den Bordcomputer des Schleppers übertragen.