Feldhäcksler

Feldhäcksler sind landwirtschaftliche Geräte, die Erntegut unterschiedlicher Art direkt vom Feld aufnehmen, es vor Ort zerkleinern und es sofort auf Transporter verladen. Seit ihrer Erfindung vor über 80 Jahren erfuhren sie eine stetige Weiterentwicklung. Sie gelten heute als die Hochleistungsmaschinen, die in der Landwirtschaft am intensivsten eingesetzt werden.

Die Einsatzgebiete für Feldhäcksler

Erntegut wie Mais, Gras oder Luzerne lässt sich mit dem Feldhäcksler maschinell aufnehmen. Es wird sofort zerkleinert und auf einen Transporter verladen. Vor allem bei der Herstellung von Silage aus Ganzpflanzen spielen Feldhäcksler eine wichtige Rolle. Auch Stroh lässt sich hervorragend häckseln und gewinnt dadurch verbesserte Eigenschaften als Einstreu. Vor allem aber wird die Ernte der nachwachsenden Rohstoffe wie beispielsweise Raps immer bedeutender als Einsatzgebiet für Feldhäcksler. Spezielle Ausrüstungen und Zusatzgeräte sorgen für ein breites Einsatzspektrum.

Selbstfahrender Häcksler oder Zusatzgerät

Mit ihrer Erfindung waren Feldhäcksler zunächst ausschließlich Zusatzgeräte zum Traktor. Diese Zusatzgeräte erfüllten ihre Funktion entweder als Heckanbau, als Frontzusatz oder als gezogene Häcksler. Auch als Seitenwagenfeldhäcksler kamen sie zum Einsatz und wurden dafür an die Seite des Traktors montiert.

Seit ihrer Entwicklung in den 1970er Jahren setzen sich die selbstfahrenden Häcksler immer mehr durch. Sie bringen den Vorteil mit sich, dass sie wendiger und schneller sind als Traktoren mit Zusatzgerät. Mittlerweile sind Hochleistungsmaschinen verfügbar, die mit Schneidwerken von zehn Metern Arbeitsbreite und mit Motorleistungen bis 750 KW ausgestattet sind. Die modernen Selbstfahrhäcksler weisen eine hohe Leistung auf. Sie bewältigen bis zu 25.000 Schnitte in der Minute. Bei der Ernte von Futtermais ermöglicht ein zusätzlicher Aufbereiter, der hinter der Häckseltrommel platziert wird, dass die Maiskörner aufgequetscht werden und damit leichter verdaulich sind.


Unterschiedliche Bauarten - folgende Varianten sind im Einsatz:

- Der Schlegelfeldhäcksler funktioniert mit Schlegeln auf einer rotierenden Welle. Die Schlegel nehmen die noch stehenden oder die schon abgemähten Pflanzen auf. Im Zusammenspiel der rotierenden Schlegelwelle mit einer feststehenden Schneide wird das Erntegut zerkleinert und durch einen Auswurfkamin auf das Transportfahrzeug gebracht. Der Aufbau des Schlegelfeldhäckslers ist einfach und dadurch sehr robust. Als Nachteil wirkt sich aus, dass bei Unebenheiten des Bodens eventuell Erde mit aufgenommen wird. Dadurch kann das Erntegut verunreinigt werden.

- Beim Scheibenradhäcksler erfolgt die Aufnahme der Erntepflanzen direkt über das Mähwerk oder über eine Pickup-Welle ins Häckslerwerk. Eine Scheibe, bestückt mit Wurfschaufeln und Messern, zerkleinert die Pflanzen und befördert sie weiter zum Transportfahrzeug.

- Auch beim Trommelfeldhäcksler funktioniert die Aufnahme der Pflanzen entweder direkt übers Mähwerk, oder aber mittels einer Pickup. Eine rotierende Häckslertrommel dient hier als Schneidgerät und als Wurforgan. Bis zu 50 Messer zerkleinern und transportieren das Häckselgut.

Verladen auf den Transporter

Das zerkleinerte Erntegut wird auf ein Transportfahrzeug verladen, das neben dem Traktor oder dem Selbstfahrhäcksler herfährt. In der Regel handelt es sich um Traktoren mit Anhängern, manchmal auch um Lastkraftwagen.

Das Häckseln per Feldhäcksler erfordert Konzentration

Beim Häckseln beispielsweise eines Maisfeldes kann oft das Nachbarfeld nicht befahren werden, sodass das Transportfahrzeug nur hinter dem Häcksler fahren kann. Gespanne aus Traktor und Anhänger müssen sogar manchmal - je nach den örtlichen Bedingungen - rückwärts fahren. Daher erfordert der Umgang mit einem Feldhäcksler vom Fahrer hohe Konzentration.

Feldhäcksler sind landwirtschaftliche Geräte, die Erntegut unterschiedlicher Art direkt vom Feld aufnehmen, es vor Ort zerkleinern und es sofort auf Transporter verladen. Seit ihrer Erfindung vor... mehr erfahren »
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Feldhäcksler

Feldhäcksler sind landwirtschaftliche Geräte, die Erntegut unterschiedlicher Art direkt vom Feld aufnehmen, es vor Ort zerkleinern und es sofort auf Transporter verladen. Seit ihrer Erfindung vor über 80 Jahren erfuhren sie eine stetige Weiterentwicklung. Sie gelten heute als die Hochleistungsmaschinen, die in der Landwirtschaft am intensivsten eingesetzt werden.

Die Einsatzgebiete für Feldhäcksler

Erntegut wie Mais, Gras oder Luzerne lässt sich mit dem Feldhäcksler maschinell aufnehmen. Es wird sofort zerkleinert und auf einen Transporter verladen. Vor allem bei der Herstellung von Silage aus Ganzpflanzen spielen Feldhäcksler eine wichtige Rolle. Auch Stroh lässt sich hervorragend häckseln und gewinnt dadurch verbesserte Eigenschaften als Einstreu. Vor allem aber wird die Ernte der nachwachsenden Rohstoffe wie beispielsweise Raps immer bedeutender als Einsatzgebiet für Feldhäcksler. Spezielle Ausrüstungen und Zusatzgeräte sorgen für ein breites Einsatzspektrum.

Selbstfahrender Häcksler oder Zusatzgerät

Mit ihrer Erfindung waren Feldhäcksler zunächst ausschließlich Zusatzgeräte zum Traktor. Diese Zusatzgeräte erfüllten ihre Funktion entweder als Heckanbau, als Frontzusatz oder als gezogene Häcksler. Auch als Seitenwagenfeldhäcksler kamen sie zum Einsatz und wurden dafür an die Seite des Traktors montiert.

Seit ihrer Entwicklung in den 1970er Jahren setzen sich die selbstfahrenden Häcksler immer mehr durch. Sie bringen den Vorteil mit sich, dass sie wendiger und schneller sind als Traktoren mit Zusatzgerät. Mittlerweile sind Hochleistungsmaschinen verfügbar, die mit Schneidwerken von zehn Metern Arbeitsbreite und mit Motorleistungen bis 750 KW ausgestattet sind. Die modernen Selbstfahrhäcksler weisen eine hohe Leistung auf. Sie bewältigen bis zu 25.000 Schnitte in der Minute. Bei der Ernte von Futtermais ermöglicht ein zusätzlicher Aufbereiter, der hinter der Häckseltrommel platziert wird, dass die Maiskörner aufgequetscht werden und damit leichter verdaulich sind.


Unterschiedliche Bauarten - folgende Varianten sind im Einsatz:

- Der Schlegelfeldhäcksler funktioniert mit Schlegeln auf einer rotierenden Welle. Die Schlegel nehmen die noch stehenden oder die schon abgemähten Pflanzen auf. Im Zusammenspiel der rotierenden Schlegelwelle mit einer feststehenden Schneide wird das Erntegut zerkleinert und durch einen Auswurfkamin auf das Transportfahrzeug gebracht. Der Aufbau des Schlegelfeldhäckslers ist einfach und dadurch sehr robust. Als Nachteil wirkt sich aus, dass bei Unebenheiten des Bodens eventuell Erde mit aufgenommen wird. Dadurch kann das Erntegut verunreinigt werden.

- Beim Scheibenradhäcksler erfolgt die Aufnahme der Erntepflanzen direkt über das Mähwerk oder über eine Pickup-Welle ins Häckslerwerk. Eine Scheibe, bestückt mit Wurfschaufeln und Messern, zerkleinert die Pflanzen und befördert sie weiter zum Transportfahrzeug.

- Auch beim Trommelfeldhäcksler funktioniert die Aufnahme der Pflanzen entweder direkt übers Mähwerk, oder aber mittels einer Pickup. Eine rotierende Häckslertrommel dient hier als Schneidgerät und als Wurforgan. Bis zu 50 Messer zerkleinern und transportieren das Häckselgut.

Verladen auf den Transporter

Das zerkleinerte Erntegut wird auf ein Transportfahrzeug verladen, das neben dem Traktor oder dem Selbstfahrhäcksler herfährt. In der Regel handelt es sich um Traktoren mit Anhängern, manchmal auch um Lastkraftwagen.

Das Häckseln per Feldhäcksler erfordert Konzentration

Beim Häckseln beispielsweise eines Maisfeldes kann oft das Nachbarfeld nicht befahren werden, sodass das Transportfahrzeug nur hinter dem Häcksler fahren kann. Gespanne aus Traktor und Anhänger müssen sogar manchmal - je nach den örtlichen Bedingungen - rückwärts fahren. Daher erfordert der Umgang mit einem Feldhäcksler vom Fahrer hohe Konzentration.