Erntemaschinen

Erntemaschinen dienen der Automatisierung der Ernte und haben im Lauf der letzten Jahrzehnte eine starke Rationalisierung und ein effektiveres Arbeiten in der Landwirtschaft erlaubt. Wo früher zum Beispiel Kartoffeln in langwieriger, harter Arbeit per Hand aus der Erde geholt wurden, übernimmt heute ein Kartoffelroder das Werk und erledigt es in relativ kurzer Zeit. Selbst für so schwierig zu erntende Früchte wie die Erbse gibt es spezielle Fahrzeuge.

Die bekannteste Erntemaschine dürfte der Mähdrescher sein. Hierbei handelt es sich meist um eine selbst fahrende Maschine. Es gibt aber auch Mähdrescher, die an einen Traktor gehängt werden. Mit einem Mähdrescher werden hauptsächlich die wichtigsten Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Mais geerntet, aber auch Raps, Sonnenblumen oder Ackerbohnen. Je nach Nutzpflanze kommen dabei verschiedene Schneidwerke bzw. Erntevorsätze zum Einsatz.

Der schon erwähnte Kartoffelroder wird in einer relativ simplen Form bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auf den Feldern eingesetzt und stellte den Beginn des mechanisierten Kartoffelbaus dar. Heutige Kartoffelvollernter, die es als Selbstfahrer und als Anspann für Traktoren gibt, können die Früchte in einem Arbeitsgang säubern, sortieren und getrennt sammeln.

Rübenroder (oder Rübenvollernter) gibt es ebenfalls als Traktor-Anspann oder als selbst fahrendes Fahrzeug mit bis zu sechsreihiger Rodevorrichtung. Mit dem Vollernter werden alle Arbeitsgänge - Köpfen, Roden, Reinigen - in einem Schritt erledigt. Beim absetzigen oder 2-Phasen-Verfahren werden im ersten Arbeitsgang die Blätter entfernt und die Rüben aus dem Boden gezogen. Im zweiten Arbeitsgang werden die abgelegten Früchte eingesammelt und grob gereinigt.

Der Gurkenflieger ist keine Maschine im eigentlichen Sinne. Es handelt sich dabei um zwei Plattformen, die bis zu 15 Meter lang sein können und an einem Traktor mit Anhänger befestigt werden. Auf diesen Plattformen liegen bäuchlings Erntehelfer, manchmal bis zu 30 Personen. Sie pfücken die Gurken mit der Hand und legen sie auf ein Förderband, das die Früchte dann in den Anhänger transportiert.

Die selbst fahrende Erbsenerntemaschine ist technisch gesehen ein sehr anspruchvolles Erntefahrzeug, da die schwierige Trennung der Erbsen von den Hülsen erfolgen muss, ohne sie zu zerstören. Am Ende des Erntevorgangs hat man einzelne Erbsen, die in Dosen oder als Tiefkühlkost auf den Markt kommen.

Die Kürbiskernerntemaschine erntet Kürbisse ab, schreddert die Früchte, die wieder ausgegeben und auf dem Feld zurückbleiben. Die Kerne werden in der Maschine gesammelt und später mit einer speziellen Waschanlage vollständig gesäubert.

Der Feldhäcksler erntet Futtermais, Luzerne oder Gras für die Silagebereitung sowie nachwachsende Rohstoffe.

Beim Ladewagen handelt es sich um einen Anspann für den Traktor, mit dem gemähtes Gras, Heu, Rübenblätter oder Stroh mechanisch eingesammelt und aufgeladen werden.

Die Mähmaschine (oder Balkenmäher) wird zum Mähen von Gras und Getreide eingesetzt. Es gibt handgeführte Modelle für unwegsames Gelände, aber auch Anbaugeräte, die an einer Seite eines Traktors montiert werden und hoch- und runtergeklappt werden können. Typisch ist der Balken, der flach über den Boden bewegt wird, um das Erntegut zu schneiden. Er dient bis heute der täglichen Grünfutterernte für Nutztiere.

Der Schwadmäher erntet Getreide, Gras oder auch Raps. Allerdings wird das Erntegut nicht aufgesammelt, sondern in Schwaden (daher der Name) auf dem Ackerboden abgelegt, damit es trocknen kann. Die Maschine kommt meist in Ländern mit kurzer Vegetationsperiode zum Einsatz, wo die Getreidekörner nicht an der Pflanze ausreifen können.

Abschließend erwähnt sei auch noch der Baumwollernter, der in unseren Breitengraden allerdings keine Verwendung findet.

Erntemaschinen dienen der Automatisierung der Ernte und haben im Lauf der letzten Jahrzehnte eine starke Rationalisierung und ein effektiveres Arbeiten in der Landwirtschaft erlaubt. Wo früher zum... mehr erfahren »
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Erntemaschinen

Erntemaschinen dienen der Automatisierung der Ernte und haben im Lauf der letzten Jahrzehnte eine starke Rationalisierung und ein effektiveres Arbeiten in der Landwirtschaft erlaubt. Wo früher zum Beispiel Kartoffeln in langwieriger, harter Arbeit per Hand aus der Erde geholt wurden, übernimmt heute ein Kartoffelroder das Werk und erledigt es in relativ kurzer Zeit. Selbst für so schwierig zu erntende Früchte wie die Erbse gibt es spezielle Fahrzeuge.

Die bekannteste Erntemaschine dürfte der Mähdrescher sein. Hierbei handelt es sich meist um eine selbst fahrende Maschine. Es gibt aber auch Mähdrescher, die an einen Traktor gehängt werden. Mit einem Mähdrescher werden hauptsächlich die wichtigsten Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Mais geerntet, aber auch Raps, Sonnenblumen oder Ackerbohnen. Je nach Nutzpflanze kommen dabei verschiedene Schneidwerke bzw. Erntevorsätze zum Einsatz.

Der schon erwähnte Kartoffelroder wird in einer relativ simplen Form bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auf den Feldern eingesetzt und stellte den Beginn des mechanisierten Kartoffelbaus dar. Heutige Kartoffelvollernter, die es als Selbstfahrer und als Anspann für Traktoren gibt, können die Früchte in einem Arbeitsgang säubern, sortieren und getrennt sammeln.

Rübenroder (oder Rübenvollernter) gibt es ebenfalls als Traktor-Anspann oder als selbst fahrendes Fahrzeug mit bis zu sechsreihiger Rodevorrichtung. Mit dem Vollernter werden alle Arbeitsgänge - Köpfen, Roden, Reinigen - in einem Schritt erledigt. Beim absetzigen oder 2-Phasen-Verfahren werden im ersten Arbeitsgang die Blätter entfernt und die Rüben aus dem Boden gezogen. Im zweiten Arbeitsgang werden die abgelegten Früchte eingesammelt und grob gereinigt.

Der Gurkenflieger ist keine Maschine im eigentlichen Sinne. Es handelt sich dabei um zwei Plattformen, die bis zu 15 Meter lang sein können und an einem Traktor mit Anhänger befestigt werden. Auf diesen Plattformen liegen bäuchlings Erntehelfer, manchmal bis zu 30 Personen. Sie pfücken die Gurken mit der Hand und legen sie auf ein Förderband, das die Früchte dann in den Anhänger transportiert.

Die selbst fahrende Erbsenerntemaschine ist technisch gesehen ein sehr anspruchvolles Erntefahrzeug, da die schwierige Trennung der Erbsen von den Hülsen erfolgen muss, ohne sie zu zerstören. Am Ende des Erntevorgangs hat man einzelne Erbsen, die in Dosen oder als Tiefkühlkost auf den Markt kommen.

Die Kürbiskernerntemaschine erntet Kürbisse ab, schreddert die Früchte, die wieder ausgegeben und auf dem Feld zurückbleiben. Die Kerne werden in der Maschine gesammelt und später mit einer speziellen Waschanlage vollständig gesäubert.

Der Feldhäcksler erntet Futtermais, Luzerne oder Gras für die Silagebereitung sowie nachwachsende Rohstoffe.

Beim Ladewagen handelt es sich um einen Anspann für den Traktor, mit dem gemähtes Gras, Heu, Rübenblätter oder Stroh mechanisch eingesammelt und aufgeladen werden.

Die Mähmaschine (oder Balkenmäher) wird zum Mähen von Gras und Getreide eingesetzt. Es gibt handgeführte Modelle für unwegsames Gelände, aber auch Anbaugeräte, die an einer Seite eines Traktors montiert werden und hoch- und runtergeklappt werden können. Typisch ist der Balken, der flach über den Boden bewegt wird, um das Erntegut zu schneiden. Er dient bis heute der täglichen Grünfutterernte für Nutztiere.

Der Schwadmäher erntet Getreide, Gras oder auch Raps. Allerdings wird das Erntegut nicht aufgesammelt, sondern in Schwaden (daher der Name) auf dem Ackerboden abgelegt, damit es trocknen kann. Die Maschine kommt meist in Ländern mit kurzer Vegetationsperiode zum Einsatz, wo die Getreidekörner nicht an der Pflanze ausreifen können.

Abschließend erwähnt sei auch noch der Baumwollernter, der in unseren Breitengraden allerdings keine Verwendung findet.