Sie befinden sich in der Kategorie:Compactor / Müllverdichter

Unterkategorien anzeigen

Compactor / Müllverdichter

Der Begriff Müllverdichter oder Compactor bezeichnet einen Radlader, der durch seine Bauart optimal für den Einsatz auf Mülldeponien für häuslichen und gewerblichen Abfall geeignet ist. Es handelt sich dabei um ausgesprochene Spezialfahrzeuge, die von zahlreichen Produzenten hergestellt werden und weltweit zum Einsatz kommen.

Das verfügbare Volumen auf einer Deponie muss nicht nur so gut wie möglich genutzt werden

Der Müll soll auch eine weit gehende Stabilität und eine gleichmäßige Dichte aufweisen. Eine homogene Verpressung hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen wird der Austritt von schädlichen Gasen wie Kohlendioxid und Methan verringert, zum anderen der Einschluss von Sauerstoff vermindert, so dass die Brandgefahr auf der Deponie sinkt.

Der Compactor bewirkt durch seine Bauweise und durch sein enormes Gewicht, dass die zuvor genannten Arbeitsziele erreicht werden. Der Antrieb erfolgt meist mit einem Dieselaggregat, dessen Kraft auf alle vier Räder übertragen wird, obwohl man hier von Rädern im allgemeinen Sinne nicht sprechen kann. Vielmehr handelt es sich um radartige, so genannte Stampffüße, die rundum Messer oder Zacken aufweisen, mit denen der Müll zerkleinert wird. Die Zacken werden bereits bei der Produktion oder im Nachhinein angeschweißt und sorgen auch für eine sichere Fortbewegung der Maschine auf der Deponie.

Ein ausreichender Druck der Stampffüße auf den Untergrund ist die wesentliche Voraussetzung

Um den Müll optimal zu verdichten, sollte ein Compactor deshalb ein Eigengewicht von mindestens 21 Tonnen haben. Dies verhindert auch weitest gehend das Herumfliegen von leichten Materialien wie Papier oder Plastiktüten auf der Deponie. Die kleineren Typen mit 21 bis 25 Tonnen können täglich rund 500 Tonnen Müll verdichten, größere mit 55 Tonnen Eigengewicht schaffen eine Verdichtung von 1.200 Tonnen Abfall pro Tag.

Um der Kippgefahr zusätzlich entgegenzuwirken, legen die Hersteller großen Wert darauf, dass der Schwerpunkt möglichst tief liegt. Die extra verstärkte Bodenplatte bewahrt das Fahrzeug überdies vor Beschädigungen an der Mechanik. Für die gleichmäßige Verteilung des Abfalls verfügt der Müllverdichter an der Front über einen Schiebeschild, der hydraulisch bewegt werden kann. Er dient parallel dem Schutz des Fahrzeugs und der Fahrerkabine und ist für einen besseren Blick auf den Arbeitsbereich mit Sichtschlitzen versehen.

Damit die Arbeit für den Fahrer nicht durch übermäßige Geruchsbelästigung behindert wird, ist die Kabine mit einer speziellen Belüftung ausgestattet. Angesaugte Luft wird gefiltert und je nach Wetter unterschiedlich klimatisiert, so dass die Fenster jederzeit geschlossen bleiben können.

Das Verfahren der Verdichtung läuft in mehreren Schritten ab

Nachdem der Müllwagen seine Last abgekippt hat, sorgt der Compactor durch mehrmaliges Überfahren für eine grobe Zerkleinerung. Anschließend verteilt er den Abfall mit dem Schiebeschild in einer Schicht von etwa 50 cm Dicke. Nun fährt der Müllverdichter rund 25 mal über das angelieferte Material und verpresst durch sein Eigengewicht die Müllschicht auf etwa 25 bis 30 cm, was einer Kompression von 40 bis 60 % entspricht. Eine höhere Verdichtung ist nicht gewünscht, damit an den Seiten kein Sickerwasser oder die erwähnten Gase austreten. Eine übermäßige Verpressung könnte auch die Stabilität der Deponie gefährden. Speziell ausgebildete Deponiewarte überwachen regelmäßig die Arbeit des Müllverdichters auf einen korrekten Verbau des Abfalls.

Der Begriff Müllverdichter oder Compactor bezeichnet einen Radlader, der durch seine Bauart optimal für den Einsatz auf Mülldeponien für häuslichen und gewerblichen Abfall geeignet ist. Es handelt... mehr erfahren »
Fenster schließen
Compactor / Müllverdichter

Der Begriff Müllverdichter oder Compactor bezeichnet einen Radlader, der durch seine Bauart optimal für den Einsatz auf Mülldeponien für häuslichen und gewerblichen Abfall geeignet ist. Es handelt sich dabei um ausgesprochene Spezialfahrzeuge, die von zahlreichen Produzenten hergestellt werden und weltweit zum Einsatz kommen.

Das verfügbare Volumen auf einer Deponie muss nicht nur so gut wie möglich genutzt werden

Der Müll soll auch eine weit gehende Stabilität und eine gleichmäßige Dichte aufweisen. Eine homogene Verpressung hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen wird der Austritt von schädlichen Gasen wie Kohlendioxid und Methan verringert, zum anderen der Einschluss von Sauerstoff vermindert, so dass die Brandgefahr auf der Deponie sinkt.

Der Compactor bewirkt durch seine Bauweise und durch sein enormes Gewicht, dass die zuvor genannten Arbeitsziele erreicht werden. Der Antrieb erfolgt meist mit einem Dieselaggregat, dessen Kraft auf alle vier Räder übertragen wird, obwohl man hier von Rädern im allgemeinen Sinne nicht sprechen kann. Vielmehr handelt es sich um radartige, so genannte Stampffüße, die rundum Messer oder Zacken aufweisen, mit denen der Müll zerkleinert wird. Die Zacken werden bereits bei der Produktion oder im Nachhinein angeschweißt und sorgen auch für eine sichere Fortbewegung der Maschine auf der Deponie.

Ein ausreichender Druck der Stampffüße auf den Untergrund ist die wesentliche Voraussetzung

Um den Müll optimal zu verdichten, sollte ein Compactor deshalb ein Eigengewicht von mindestens 21 Tonnen haben. Dies verhindert auch weitest gehend das Herumfliegen von leichten Materialien wie Papier oder Plastiktüten auf der Deponie. Die kleineren Typen mit 21 bis 25 Tonnen können täglich rund 500 Tonnen Müll verdichten, größere mit 55 Tonnen Eigengewicht schaffen eine Verdichtung von 1.200 Tonnen Abfall pro Tag.

Um der Kippgefahr zusätzlich entgegenzuwirken, legen die Hersteller großen Wert darauf, dass der Schwerpunkt möglichst tief liegt. Die extra verstärkte Bodenplatte bewahrt das Fahrzeug überdies vor Beschädigungen an der Mechanik. Für die gleichmäßige Verteilung des Abfalls verfügt der Müllverdichter an der Front über einen Schiebeschild, der hydraulisch bewegt werden kann. Er dient parallel dem Schutz des Fahrzeugs und der Fahrerkabine und ist für einen besseren Blick auf den Arbeitsbereich mit Sichtschlitzen versehen.

Damit die Arbeit für den Fahrer nicht durch übermäßige Geruchsbelästigung behindert wird, ist die Kabine mit einer speziellen Belüftung ausgestattet. Angesaugte Luft wird gefiltert und je nach Wetter unterschiedlich klimatisiert, so dass die Fenster jederzeit geschlossen bleiben können.

Das Verfahren der Verdichtung läuft in mehreren Schritten ab

Nachdem der Müllwagen seine Last abgekippt hat, sorgt der Compactor durch mehrmaliges Überfahren für eine grobe Zerkleinerung. Anschließend verteilt er den Abfall mit dem Schiebeschild in einer Schicht von etwa 50 cm Dicke. Nun fährt der Müllverdichter rund 25 mal über das angelieferte Material und verpresst durch sein Eigengewicht die Müllschicht auf etwa 25 bis 30 cm, was einer Kompression von 40 bis 60 % entspricht. Eine höhere Verdichtung ist nicht gewünscht, damit an den Seiten kein Sickerwasser oder die erwähnten Gase austreten. Eine übermäßige Verpressung könnte auch die Stabilität der Deponie gefährden. Speziell ausgebildete Deponiewarte überwachen regelmäßig die Arbeit des Müllverdichters auf einen korrekten Verbau des Abfalls.