Betonmischer

Betonmischer gibt es als kleine, lokal verwendbare Maschinen sowie als Transportfahrzeuge für große Mengen Beton, so genannte Fahrmischer, die in allen Bereichen der Baubranche zum Einsatz kommen.

Der bekannteste Vertreter unter den kleinen Maschinen ist der Trommelmischer, in dem zum Beispiel Mörtel für Maurerarbeiten angerührt wird. Er wird manuell mit den erforderlichen Zutaten und Wasser befüllt und wieder entleert. Eine Spirale, die am Innenrand der stählernen Trommel angebracht ist, sorgt bei jeder Drehung dafür, dass ein Teil der Mischung aufgenommen und angehoben wird und schließlich wieder herabfällt. Auf diese Weise entsteht nach kurzer Zeit die gewünschte Konsistenz der Betonmischung. Verfügt die Maschine über eine Kardan-Aufhängung, kann die Trommel unter Beibehaltung der Drehrichtung mit einer Kippmechanik entleert werden. Bei einer nicht-kardanischen Aufhängung muss die Drehrichtung geändert werden, so dass die Spiralschaufel im Inneren das Mischgut nach außen befördert. Varianten des lokalen Betonmischers sind Ringtrog-, Planeten- und Tellermischer in unterschiedlichen Größen.

Der erste Fahrmischer in Deutschland wurde 1958 auf der Hannover Messe der Öffentlichkeit vorgestellt. Er war auf einem normalen, zweiachsigen Lkw-Fahrgestell montiert und konnte mit seiner Trommel 3,5 Tonnen Beton aufnehmen. Die Entwicklung der fahrbaren Mischer führte dazu, dass große Mengen Beton in zentralen Mischwerken vorbereitet und dann verarbeitungsfertig zu den jeweiligen Baustellen transportiert werden konnten. Zeit und Aufwand für die Betonherstellung konnten dadurch stark verringert werden. Da die Trommel des Fahrmischers ständig in einer rotierenden Bewegung ist, wird sowohl ein vorzeitiges Abbinden als auch eine Entmischung des flüssigen Betons verhindert.

Bei einer anderen Variante wurde früher nur das trockene Material in das Fahrzeug gefüllt. Erst an der Baustelle wurde Wasser hinzugefügt, um den Mischvorgang abzuschließen. Dadurch konnte zwischen Be- und Entladen zwar ein längerer Zeitraum liegen, weil ein frühzeitiges Abbinden unterdrückt wurde, allerdings war keine absolute Kontrolle über das Rezept gewährleistet. Deshalb hat sich das Verfahren langfristig nicht durchgesetzt.

Moderne Betonmischer auf einem Lkw-Fahrgestell sind im Wesentlichen in drei Größen verbreitet: dreiachsige Fahrzeuge mit einem Trommelvolumen von 6 bis 7 m³, Vierachser mit 8 bis 12 m³ sowie Sattelschlepper, die bis zu 20 m³ fassen. Letztere sind nicht sehr häufig zu sehen und kommen ausschließlich auf Großbaustellen zum Einsatz. Im Inneren der Trommel sorgt wie beim oben beschriebenen, lokalen Mischer eine Spirale dafür, dass der Beton seine gewünschte Konsistenz behält. Die ständige Rotation und die Eigenschaften des Füllguts sorgen naturgemäß für eine starke Belastung des Trommelmaterials. Deshalb setzen die Hersteller bei der Produktion besonders harte und verschleißfeste Stähle ein.

Die Trommel ist schräg auf dem Fahrgestell angebracht, wobei das untere Ende hinter der Fahrerkabine liegt und einen deutlich größeren Durchmesser aufweist. Die Entladung erfolgt über das hintere, kleinere Ende mittels mehrerer Rutschen. Für die Verteilung des Betons auf der Baustelle wird er über die Rutschen an spezielle Betonpumpenfahrzeuge übergeben, mit denen große Höhen und weite Strecken überbrückt werden können. Für kürzere Übertragungswege gibt es Kombifahrzeuge, die neben der Betonmischtrommel gleichzeitig über eine Pumpe verfügen.

Betonmischer gibt es als kleine, lokal verwendbare Maschinen sowie als Transportfahrzeuge für große Mengen Beton, so genannte Fahrmischer, die in allen Bereichen der Baubranche zum Einsatz kommen.... mehr erfahren »
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Betonmischer

Betonmischer gibt es als kleine, lokal verwendbare Maschinen sowie als Transportfahrzeuge für große Mengen Beton, so genannte Fahrmischer, die in allen Bereichen der Baubranche zum Einsatz kommen.

Der bekannteste Vertreter unter den kleinen Maschinen ist der Trommelmischer, in dem zum Beispiel Mörtel für Maurerarbeiten angerührt wird. Er wird manuell mit den erforderlichen Zutaten und Wasser befüllt und wieder entleert. Eine Spirale, die am Innenrand der stählernen Trommel angebracht ist, sorgt bei jeder Drehung dafür, dass ein Teil der Mischung aufgenommen und angehoben wird und schließlich wieder herabfällt. Auf diese Weise entsteht nach kurzer Zeit die gewünschte Konsistenz der Betonmischung. Verfügt die Maschine über eine Kardan-Aufhängung, kann die Trommel unter Beibehaltung der Drehrichtung mit einer Kippmechanik entleert werden. Bei einer nicht-kardanischen Aufhängung muss die Drehrichtung geändert werden, so dass die Spiralschaufel im Inneren das Mischgut nach außen befördert. Varianten des lokalen Betonmischers sind Ringtrog-, Planeten- und Tellermischer in unterschiedlichen Größen.

Der erste Fahrmischer in Deutschland wurde 1958 auf der Hannover Messe der Öffentlichkeit vorgestellt. Er war auf einem normalen, zweiachsigen Lkw-Fahrgestell montiert und konnte mit seiner Trommel 3,5 Tonnen Beton aufnehmen. Die Entwicklung der fahrbaren Mischer führte dazu, dass große Mengen Beton in zentralen Mischwerken vorbereitet und dann verarbeitungsfertig zu den jeweiligen Baustellen transportiert werden konnten. Zeit und Aufwand für die Betonherstellung konnten dadurch stark verringert werden. Da die Trommel des Fahrmischers ständig in einer rotierenden Bewegung ist, wird sowohl ein vorzeitiges Abbinden als auch eine Entmischung des flüssigen Betons verhindert.

Bei einer anderen Variante wurde früher nur das trockene Material in das Fahrzeug gefüllt. Erst an der Baustelle wurde Wasser hinzugefügt, um den Mischvorgang abzuschließen. Dadurch konnte zwischen Be- und Entladen zwar ein längerer Zeitraum liegen, weil ein frühzeitiges Abbinden unterdrückt wurde, allerdings war keine absolute Kontrolle über das Rezept gewährleistet. Deshalb hat sich das Verfahren langfristig nicht durchgesetzt.

Moderne Betonmischer auf einem Lkw-Fahrgestell sind im Wesentlichen in drei Größen verbreitet: dreiachsige Fahrzeuge mit einem Trommelvolumen von 6 bis 7 m³, Vierachser mit 8 bis 12 m³ sowie Sattelschlepper, die bis zu 20 m³ fassen. Letztere sind nicht sehr häufig zu sehen und kommen ausschließlich auf Großbaustellen zum Einsatz. Im Inneren der Trommel sorgt wie beim oben beschriebenen, lokalen Mischer eine Spirale dafür, dass der Beton seine gewünschte Konsistenz behält. Die ständige Rotation und die Eigenschaften des Füllguts sorgen naturgemäß für eine starke Belastung des Trommelmaterials. Deshalb setzen die Hersteller bei der Produktion besonders harte und verschleißfeste Stähle ein.

Die Trommel ist schräg auf dem Fahrgestell angebracht, wobei das untere Ende hinter der Fahrerkabine liegt und einen deutlich größeren Durchmesser aufweist. Die Entladung erfolgt über das hintere, kleinere Ende mittels mehrerer Rutschen. Für die Verteilung des Betons auf der Baustelle wird er über die Rutschen an spezielle Betonpumpenfahrzeuge übergeben, mit denen große Höhen und weite Strecken überbrückt werden können. Für kürzere Übertragungswege gibt es Kombifahrzeuge, die neben der Betonmischtrommel gleichzeitig über eine Pumpe verfügen.